Vereinslogo_Auschnitt

Geschichte

Vereinslogo

Das Dojo

Foto_1 Foto_2 Foto_3

1. Bonner Judo-Club e.V. 1955

Franz- Karl Patzner, genannt F.K.P. (Teil 2)
8. Dan Judo; 5. Dan Jiu jitsu; 3.Dan Ju-Jutsu

So wurde im Mai 1955 der 1. Bonner Judo-Club ins Leben gerufen.
Im Wintersemester 1960/61 gründete ich unter anderem mit Horst Patrosio den Universitäts-Judo-Club Bonn und zwei Jahre später wurden wir mit der Mannschaft Deutscher Hochschulmeister.
1961 eröffnete ich mit Einwilligung des damaligen DJB Präsidenten Max Deepke mein eigenes Dojo.
Drei Jahre später, 1965 löste ich dann mein Arbeitsverhältnis bei der französischen Botschaft und war fortan als hauptberuflicher Judolehrer tätig.
Ein weiterer Meilenstein war die Grändung des Judo-Sport-Union Bonn 1982, welche sich bis 1990 bis in die 2. Bundesliga hoch kämpfte, wobei zu bemerken ist, dass diese Kämpfer ausschließlich Amateure waren."

F.K.P.s Judo-Aktivitäten als Bundes- und Internationaler Kampfrichter von 1957 bis 1990 haben ihn weit in der Welt herumkommen lassen.
Die Einsätze reichten von Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Europa-Cup, bis hin zu internationalen Turnieren und Länderkämpfen und endeten mit seiner Tätigkeit als Beobachter der EJU bis 1991.
Auf diesen Reisen lernte er viele tolle Personen kennen, wie Anton Geesink den ersten Judo- Olympiasieger im Schwergewicht aus Holland oder den Meister Ichiro Abe, einem der drei derzeitig höchsten Danträger des Kodokan.

F.K.P.s internationale Kontakte ermöglichten seinen Judo-Kämpfern auch die Teilnahme an den sich gerade etablierenden EG-Kämpfen (Europäische Gemeinschaft) teilzunehmen. Alle sechs Hauptstädte stellten jeweils eine Judomannschaft auf und zweimal im Jahr wurden in einem von den Hauptstädten Freundschaftskämpfe ausgetragen (Paris, Luxem- burg, Brüssel, Amsterdam, Rom).
1964 - 1974 gab es für die Auswahlmannschaft der Bundeshauptstadt Bonn und F.K.P. eine erfolgreiche und sehr schöne Zeit.

F.K.P. hat sich aber stets auch um den Nachwuchs gekümmert, der (noch) weit entfernt von erfolgreichen Wettkampfteilnahmen, zu allererst die grundlegenden Techniken und Prinzipien des Judos erlernen musste.

Auch ihnen verhalf er durch seine Kontakte nach Paris und Liberec (CZ) zu zahlreichen Auslands- aufenthalten, anlässlich derer man innerhalb von Freundschaftskämpfen sein Talent erproben konnte. 1984 konnten sogar Kinder aus seinen Kinderkursen als "Montagsmaler" an der gleichnamigen Sendung teilnehmen. Zusammen mit Showgrößen zeichneten Sie einen Begriff, der von der jeweils eigenen Mannschaft zu erraten war. Mit dabei waren unter anderem Thomas Gottschalk, Alfred Biolek und Joachim Fuchsberger, der selbst Danträger ist und lange Zeit aktiver Judoka war, beeindruckte den Bonner Nachwuchs nicht nur mit einer perfekten Judorolle links.

Patzner_3 Der Judosport in unserer Region wird stets im Zeichen von F.K.P. stehen, war er doch einer der Pioniere. Viele von uns werden auch nicht aufhören ihn zu vermissen. Dies insbesondere aufgrund seiner Eigensinnigkeit und seines Humors, setzte er beides doch bedingungslos ein, sofern er von etwas nur fest überzeugt war: stets im Dienste der guten (Judo-) Sache für alle und auf vielen Sprachen, die er fließend sprach.

F.K.P. verstarb am 18. Februar 2012 anderthalb Monate vor seinem 85. Geburtstag.

Artikel basiert auf Informationen von Marie-Luise Wünsche, in (tschechischen) Judokreisen auch als Manka bekannt, F.K.P.s Nichte Stána Patzner, dem langjährigen Freund F.K.P.s Willi Göttling und einem der ersten Judoschüler F.K.P.s Toni Riquier

Das in Auszügen zitierte Interview, das Roman Jäger mit F.K.P. kurz vor seinem Tod hielt, können Sie hier in Kürze vollständig lesen.

« zurück zur ersten Seite